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Tango Argentino

Stellen Sie sich vor, Sie befänden sich in Argentinien, der Hauptstadt Buenos Aires, im Hafenviertel "La Boca", am Ende des 19. Jhdt. Hier enstand der große Tanz des 20. Jhdt., der "Tango Argentino". Der argentinische Poet Homero Exposito, versuchte den Tanz folgendermaßen zu beschreiben: "Es ist im Leben nicht wichtig, wieviel man weiß, sondern wie wenig man sich selbst gestattet, zu vergessen. Der Tango ist mehr als eine Musik, er ist ein Fenster zu gesammelten Erinnerungen. Er hat die Kraft, zwei Fremde zu einer Person zu verschmelzen, um sie, wenn auch nur für einen Moment, zu großen Liebenden und Helden werden zu lassen, deren Wünsche und Sehnsüchte sich im Tanz erfüllen. Der Tango ist auch der Glamour des Ballsaales und das Zwielicht der Unterwelt, er ist die Opulenz von Paris und die rauchige Dunkelheit eines Cafés von Buenos Aires."
Von der Rose im Mund und anderen Irrtümern.
Die Ursprünge des Tango Argentino reichen bis ins Jahr 1850 zurück. Eine genaue Jahreszahl, die die Geburtsstunde des Tango bezeichnet, ist allerdings nicht belegt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erreichte eine große Emigrationswelle Argentinien und die Hauptstadt Buenos Aires. Europäer aller Länder (Deutsche, Franzosen, Spanier, Italiener...) machten sich in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf den Weg. In ihrem Gepäck befand sich auch ein Stück Kultur ihres Heimatlandes, typische Instrumente, Musik und Tänze. Die neuen kulturellen Eindrücke wurden von der einheimischen kreolischen Bevölkerung aufgenommen und verändert. So wurde z.B. der "Wiener Walzer" von den Einheimischen zur "Ranchera" umgewandelt. Mit der Zeit vermischten sich Elemente aller Kulturen und brachten neue, eigene Rhythmen und Tänze hervor. So entstand zunächst die "Milonga" und daraus der "Alte Tango". Der größte Teil der Einwanderer waren Männer, die ihre Familien zunächst in Europa zurückließen. Da das Verhältnis zwischen Männern und Frauen 10:1 betrug, war es durchaus üblich, dass Männer miteinander tanzten, um zu üben und sich den Damen als besonders gute Tänzer zu präsentieren.Im weiteren Zeitverlauf kehrte der Tango über Paris nach Europa zurück und wurde dort salonfähig. Seither befindet sich der Tanz in ständiger Weiterentwicklung, im Dialog zwischen Argentiniern und allen Ländern der Erde. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, fand der Tango dann den Weg vom Tanzsalon auf die Bühne. Das Image des Tango ist leider von vielen Klischees geprägt, die die wahre Natur des Tanzes verschleiern. Der Tango ist kein Machotanz, bei dem die Herren ihre Damen, die mit einer Rose im Mund und im geschlitzten Kleid willenlos in seinen Armen liegen, mit zackigen Bewegungen übers Parkett schleifen. Der Tango entstand zwar in einer etwas zwielichtigen Umgebung des Hafens von Buenos Aires, mit seinen Kneipen und Bordellen und brauchte einige Zeit, um in allen Gesellschaftsschichten anerkannt zu werden, doch ist er nicht nur der Tanz der Unterwelt. Der Tango ist nicht erotisch, sondern sinnlich, seine Bewegungen mal fließend mal akzentuiert, die Stimmung des Tanzes oft melancholisch. Zwar sind die Rollen klar verteilt, der Herr führt, die Dame folgt, aber dies ist kein einseitiger Prozess, sondern ein Dialog zwischen den Tanzpartnern.
Tango ist ein Tanz, der sich noch immer weiterentwickelt und in seiner abwechslungsreichen Geschichte viele Stile hervorgebracht hat. Kathrin Rosner und André Langfeld-Rosner, bekannt durch viele Bühnenshows und ihrem Engagement in "Die Gewölbe Köln & Don Tango Club", trainieren selber bei den argentinischen Meistern und werden Ihnen im Tanzsportzentrum Brühl "die Seele des Tango" vermitteln und ihnen eine neue Welt eröffnen.
Unterrichtskonzept
Technik und Spannung, dies sind für uns die Zauberworte beim Tanzen. Nur mit den richtigen Basistechniken kann sich schließlich auch das Gefühl für den Tanz entwickeln, um den Tango in seiner ganzen Sinnlichkeit genießen zu können. Persönliche Betreuung unser Schüler ist uns dabei besonders wichtig, um auf jeden individuell eingehen zu können.
Da der Tango nicht nur aus Schritten besteht, haben wir uns intensiv mit der Geschichte und den unterschiedlichen Stilen beschäftigt, dieses Wissen möchten wir auch im Unterricht an unsere Schüler weitergeben. Dabei verstehen wir uns in unserer fortdauernden Zusammenarbeit mit Argentinischen Tangolehrern als Brücke zwischen den Kulturen.



