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Gesellschaftstanz
Unter "Gesellschaftstanz" versteht man lehrbare, nicht oder wenig improvisierte Tanzformen, die vor allem der Geselligkeit dienen.
Aufgekommen ist der Gesellschaftstanz an den italienischen Fürstenhöfen des 15. Jahrhunderts; im 16. Und 17. Jahrhundert waren die Zentren des Gesellschaftstanzes der französische und der spanische Hof. Seit 1716 gab es in Paris öffentliche Bälle der höheren Gesellschaft, seit Ende des 18. Jahrhunderts Tanzlokale für Jedermann. Im 19. Jahrhundert waren Walzer, Galopp und Rheinländer besonders beliebt, später die amerikanischen Tanzformen wie Boston, Charlston, Tango und Rumba.
Die öffentlichen Tanzböden verschwanden. An ihre Stelle trat in Deutschland die Tanzschule, der Tanzkurs. Gleichzeitig entwickelte sich auch der Turniertanzsport, die wettkampf- mäßig, sportlich-künstlerisch betriebene Variante des Gesellschaftstanzes, heute eingebunden in den Deutschen Tanzsport Verband (DTV), Mitglied im Deutschen Sportbund.
Getanzt werden die 10 Tänze des Welttanzprogrammes, unterteilt in Standardtänze (Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slow Fox, Quickstep) Lateinamerikanische Tänze (Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Pasadoble, Jive).
Der auf Hobby- und Breitensport aufbauende wettkampf- und leistungsorientierte Turniersport findet in den Turnierkreisen statt.
Neben den wöchentlichen Gruppentraining mit Trainer/in besteht nahezu täglich die Möglichkeit zum freien Training.
Aufbau
- Vertiefen von bereits erlernten Schrittkombinationen mit entsprechender Basic (auf Gesellschaftskreis-Niveau)
- Erlernen neuer Figuren
- Grundlagen des Führens und Folgens
- Körperaufbau
- Leistungsstufen: manche Gruppen haben eine Fülle an Schrittkombinationen erlernt, welche weiter vertieft werden.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse der Tänze und bereits einige Figuren, natürlich Spass am Tanzen und vor allem der Geselligkeit.
